Was macht ein Europameister, wenn die Matte hinter ihm liegt? Im Fall von Alexander von der Groeben lautete die Antwort: Er bleibt dem Sport treu – nur auf der anderen Seite des Mikrofons. Nach seiner Judo-Karriere wurde er Xổ Số NK88, Kommentator und später auch Schauspieler. Dieser Artikel erzählt die zweite Karriere des Mannes, der als „Judo-Graf“ bekannt wurde – und zeigt, wie aus einem Spitzensportler eine der verlässlichsten Sportstimmen Deutschlands NK88W COM.
Die Grundlage dafür legte er in den 1980er-Jahren: Europameister 1984 und 1985, WM-Bronze 1989, Olympia-Teilnehmer 1984 und 1988. Als er um 1990 seine aktive Karriere beendete, war er nicht nur ein ehemaliger Sportler auf Jobsuche, sondern ein Experte, der den Kampfsport von innen kannte.
Der Einstieg: Premiere und Sat.1
Nach dem Ende seiner Sportlerkarriere war Alexander von der Groeben zunächst als Kommentator bei Premiere tätig – dem Vorläufer von Sky. Dort lernte er das Handwerk des Sportjournalismus: schnell reagieren, präzise beschreiben, Hintergründe liefern, ohne den Zuschauer mit Fachbegriffen zu überfordern.
Von 1993 bis 1995 moderierte er bei Sat.1 die Sportsendung „täglich ran“ und wurde damit einem breiten Publikum bekannt. Es war der Schritt vom Fachkommentator zum Fernsehgesicht – und er gelang, weil von der Groeben nicht nur Fachwissen, sondern auch Präsenz mitbrachte: eine ruhige, klare Stimme, die auch in hektischen Momenten nicht die Übersicht verlor.
Eurosport, Boxen und die Rückkehr zu Sat.1
Später war er Kommentator beim Sportsender Eurosport, wo er besonders die Kampfsportarten Judo und Sumō betreute – zwei Disziplinen, in denen er als ehemaliger Judoka und Kenner asiatischer Kampfkünste zu Hause war. Als Nachfolger von René Hiepen moderierte er von 2007 bis 2010 „Boxen live im Zweiten“ im ZDF und wurde damit zur Stimme des deutschen Boxens in einer Zeit, in der Boxen noch regelmäßig im öffentlich-rechtlichen Fernsehen lief.
2011 kehrte er als Box-Kommentator zu Sat.1 zurück. Diese Wechsel zeigen ein Muster: Von der Groeben war kein Sender-Star, der an einen Kanal gebunden war, sondern ein Fachmann, den man holte, wenn es um Kampfsport ging – egal, ob Judo, Sumō oder Boxen.
Olympia-Kommentator für das ZDF
Besonders prestigeträchtig war seine Rolle als Olympia-Kommentator für das ZDF: Bei den Olympischen Sommerspielen 2012, 2016, 2021 und 2024 kommentierte er die Judo-Kämpfe, bei den Olympischen Winterspielen 2026 sogar die Curling-Wettkämpfe. Das ist ein Vertrauensbeweis: Olympia-Kommentatoren werden nicht nach Bekanntheit, sondern nach Fachkompetenz ausgewählt – und von der Groeben brachte beides mit.
Wer ihn bei Olympia hörte, merkte schnell den Unterschied zu einem reinen Moderator: Er erklärte nicht nur, was passierte, sondern warum es passierte – welche Technik der Kämpfer anwendete, wo der Fehler lag, was als Nächstes zu erwarten war. Das ist der Mehrwert eines ehemaligen Spitzensportlers am Mikrofon.
Die dritte Facette: Schauspieler und Theater
Seit Ende der 1990er-Jahre ist Alexander von der Groeben auch vermehrt als Schauspieler in Film und Fernsehen tätig, seit Mitte der 2000er-Jahre zudem am Theater. Ende Februar 2009 spielte er eine Nebenrolle in der RTL-Soap „Alles was zählt“ – bemerkenswert, weil dort auch seine Tochter Carolin mitwirkte, allerdings ohne gemeinsamen Auftritt der beiden.
Diese schauspielerische Facette rundet das Bild ab: Von der Groeben ist nicht nur Sportler und Journalist, sondern ein vielseitiger Medienmensch, der sich immer wieder neu erfunden hat – vom Judoka zum Moderator, vom Moderator zum Schauspieler, vom Schauspieler zum Theaterdarsteller.
Die Familie: Ein Medienclan im besten Sinne
Am 12. Oktober 1991 heiratete Alexander von der Groeben in Köln Ulrike Elfes, die als Ulrike von der Groeben langjährige Sport-Moderatorin beim Nachrichtenmagazin „RTL aktuell“ war. Die beiden Kinder des Paares sind ebenfalls Schauspieler geworden: Maximilian von der Groeben (geboren 1992) und Carolin von der Groeben (geboren 1995).
Damit ist die Familie von der Groeben eine echte Medienfamilie – aber eine, in der jeder seinen eigenen Weg gegangen ist: der Vater vom Sport zum Fernsehen, die Mutter als Sportmoderatorin, die Kinder als Schauspieler. Dass Vater und Tochter 2009 in derselben Soap spielten, ohne gemeinsam aufzutreten, ist fast schon ein Symbol dafür: gleiche Branche, eigene Wege.
Häufige Fragen zur zweiten Karriere
Wo moderierte Alexander von der Groeben?
Unter anderem bei Premiere, Sat.1 („täglich ran“ 1993–1995), Eurosport und im ZDF („Boxen live im Zweiten“ 2007–2010).
Welche Sportarten kommentierte er?
Vor allem Judo, Sumō und Boxen – dazu bei Olympia 2026 auch Curling für das ZDF.
Wann kommentierte er Olympia-Judo für das ZDF?
Bei den Sommerspielen 2012, 2016, 2021 und 2024.
Ist er auch Schauspieler?
Ja, seit Ende der 1990er-Jahre in Film und Fernsehen, seit Mitte der 2000er-Jahre auch am Theater, unter anderem 2009 bei „Alles was zählt“.
Wer ist seine Frau?
Ulrike von der Groeben, geborene Elfes, langjährige Sport-Moderatorin bei „RTL aktuell“. Verheiratet seit 1991.
Wer sind seine Kinder?
Maximilian (geboren 1992) und Carolin (geboren 1995) von der Groeben, beide Schauspieler.
Fazit
Alexander von der Groebens zweite Karriere ist das beste Beispiel dafür, dass ein Sportlerleben nicht mit dem letzten Kampf endet. Vom Premiere-Kommentator über „täglich ran“ und „Boxen live im Zweiten“ bis zum Olympia-Kommentator und Theaterschauspieler hat er sich immer wieder neu erfunden – ohne je seine Wurzeln zu verleugnen. Wer ihn heute hört, hört nicht nur einen Moderator, sondern einen Mann, der den Sport, über den er spricht, selbst auf höchstem Niveau betrieben hat. Und genau das macht ihn bis heute glaubwürdig.
